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An dieser Stelle berichten wir in unregelmäßigen Abständen über Neuigkeiten, Veranstaltungen und über das, was uns bewegt.

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Millennials - Stigmatisierung einer Generation

Wer zwischen den frühen 80ern und Ende der 90er zur Welt kam, gilt gemeinhin als Teil der „Generation Y” oder „Millennials”. So geht es auch uns: David, Zarah, Manuela und Lukas vom AzubiTeam der Potentialentwickler*innen von Quest-Team.
 
Lange Zeit haben wir diese Annahme von Trendforschern und Soziologen nie wirklich hinterfragt, sondern eher als gegeben betrachtet. Wir sind eben in eine globalisierte und vernetzte Welt geboren worden - logisch, dass man sich in gewissen Bahnen mit seinen Mitmenschen ähnlichen Alters entwickelt und somit auch gewisse Charakteristika teilt. Unbewusst und schließlich auch bewusst beeinflusste uns diese „Schublade“ und die damit einhergehenden Denkmuster.
Im Laufe der letzten Jahre konnten wir uns zunehmend von diesem Einfluss befreien. „Was für ein Quatsch“, stellten wir fest. „Wie kann man jeden Einzelnen von uns denn mit dem Rest der Welt in einen Topf werfen – jeder Mensch ist schließlich ein Individuum. Wir lassen uns doch nicht einem ‚Standard‘ zuordnen, egal ob Gen X, Gen Y oder neuerdings Gen Z!“ Wir fragten uns, wem diese Stigmatisierung und „Etikettierung“ eigentlich hilft.
 
Im Rahmen unserer Arbeit bei Quest-Team setzen wir uns mit der Vereinbarkeit von diesem Thema und dem Potentialentwicklungsgedanken auseinander - also der Grundannahme, dass jeder Mensch ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Individuum mit versteckten, ungeahnten Potentialen ist. Eine Annahme, die dem Vereinheitlichen von Volksgruppen in „Soziologische Charakterisierungen“ klar entgegensteht. Über die Anschauung dieser Konstruktionen haben wir zahlreiche weitere Schubladen zu unserer Generation kennenlernen dürfen. Unter einigen kann man sich etwas vorstellen und andere wiederum wirken einfach skurril: Generation-Golf, -Null Bock, -Beziehungsunfähig, -Relax, -Narzissmus, -Kuschel, -BWL, -Mainstream...
 
Wir als Potentialentwickler*innen empfehlen: Befreit Euch von dieser Engstirnigkeit und lasst Euch nicht in Schubladen stecken. Davon profitieren doch nur die selbstberufenen Charakterisierungs-Experten. Stattdessen lieber auf das eigene Gefühl hören und mal die Perspektive verändern. Schließlich sind wir alle einmalig und einzigartig. 

Übrigens: Auch der Soziologe Martin Schröder hat nun in seinen Forschungen festgestellt, dass es keine Unterschiede zwischen verschiedenen Generationen gibt: „Die beruhigende Nachricht ist: Die heute jugendlichen Menschen machen im Laufe ihres Lebens Änderungen durch wie alle anderen auch. Sie ticken wie die Jugendlichen vor 30, 40 Jahren.“
 
Das sind tatsächlich beruhigende Nachrichten und wenn Ihr das nächste Mal jemanden in eine allzu große Schublade stecken wollt, dann erinnert Euch doch an Khalil Gibran und seine Worte:

„Suche nie, das Wesen eines Menschen danach zu beurteilen, was in Erscheinung tritt. Halte nie eines seiner Worte oder eine seiner Handlungen für ein Zeichen seiner Gesinnung. Es könnte sein, dass derjenige, den du nicht verstehst, Mühe hat, sich auszudrücken oder verständlich zu machen.“


von David Jung, Zarah Jung, Manuela Kurtenacker und Lukas Scharnberg